Zahnärzte am Sterntor
Regelmäßige Vorsorge für einen langfristigen Erfolg

Botox gegen Zähneknirschen in Nürnberg – Botulinumtoxin bei Bruxismus und CMD

Nächtliches Zähneknirschen, unbewusstes Zusammenpressen der Zähne und eine dauerhaft angespannte Kaumuskulatur können Zähne, Zahnersatz, Kiefergelenke und Muskulatur erheblich belasten. Mögliche Folgen sind morgendliche Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, Verspannungen sowie sichtbare Schäden an den Zähnen.

Bei den Zahnärzten am Sterntor untersuchen wir zunächst, welche Beschwerden tatsächlich mit Bruxismus oder einer craniomandibulären Dysfunktion zusammenhängen. Abhängig vom Befund kommen Aufklärung, Selbstmanagement, eine individuell angefertigte Aufbissschiene, Physiotherapie und weitere Maßnahmen infrage.

Bei ausgeprägter Muskelaktivität und anhaltenden Beschwerden kann zusätzlich eine Behandlung der Kaumuskulatur mit Botulinumtoxin erwogen werden. Die Behandlung wird individuell geplant und ersetzt keine sorgfältige Diagnostik.

Behandlung durch unser zahnärztliches Team

Die Untersuchung und Behandlung von Bruxismus und muskulär bedingten CMD-Beschwerden kann in unserer Praxis durch Zahnarzt Andreas Bedernik, Dr. Nora Reiche oder Zahnarzt Pascal Oswald erfolgen.

Vor jeder Behandlung untersuchen wir die Kaumuskulatur, die Kiefergelenke und mögliche Folgen des Zähneknirschens oder Pressens. Anschließend prüfen wir individuell, ob Botulinumtoxin eine sinnvolle Ergänzung zu Aufbissschiene, Physiotherapie und Selbstmanagement sein kann.

Was ist Bruxismus?

Bruxismus bezeichnet eine wiederholte Aktivität der Kaumuskulatur. Dabei können die Zähne aufeinandergepresst oder gegeneinander bewegt werden. Teilweise wird der Unterkiefer auch ohne direkten Zahnkontakt angespannt.

Unterschieden werden:

  • Schlafbruxismus während des Schlafs,
  • Wachbruxismus im wachen Zustand und
  • Mischformen aus beiden Varianten.

Bruxismus gilt nicht grundsätzlich als Erkrankung. Er kann jedoch zu einem Risikofaktor werden, wenn die Belastung Beschwerden oder Schäden verursacht.

Bruxismus und CMD sind nicht dasselbe

Bruxismus und CMD werden häufig gleichgesetzt, bezeichnen aber unterschiedliche Dinge.

Bruxismus beschreibt die Aktivität der Kaumuskulatur. Die craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD, ist dagegen ein Sammelbegriff für Beschwerden und Funktionsstörungen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke.

Bruxismus kann CMD-Beschwerden auslösen oder verstärken. Nicht jede CMD wird jedoch durch Zähneknirschen verursacht und nicht jeder Mensch mit Bruxismus entwickelt eine behandlungsbedürftige CMD.

Deshalb ist Botulinumtoxin keine pauschale Behandlung für jede Form von Kiefergelenks- oder Gesichtsschmerzen.

Typische Anzeichen für Bruxismus und muskuläre CMD

Mögliche Beschwerden sind:

  • morgendliche Schmerzen oder Müdigkeit der Kaumuskulatur,
  • Druckgefühl im Kiefer- oder Schläfenbereich,
  • Kopfschmerzen nach dem Aufwachen,
  • schmerzhafte oder verspannte Kaumuskeln,
  • eingeschränkte Mundöffnung,
  • empfindliche oder überlastete Zähne,
  • sichtbare Abriebflächen und verkürzte Zähne,
  • häufige Schäden an Füllungen, Kronen oder Zahnersatz,
  • Zahnabplatzungen oder feine Schmelzrisse,
  • Knack- oder Reibegeräusche der Kiefergelenke sowie
  • Nacken- und Schulterverspannungen.

Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen und Kiefergelenkbeschwerden müssen deshalb differenziert untersucht werden.

Wie wird Bruxismus diagnostiziert?

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Beschwerden, Schlaf, Stressbelastung, Medikamente, Vorerkrankungen und bisherige Behandlungen.

Anschließend untersuchen wir unter anderem:

  • Kaumuskulatur und Druckempfindlichkeit,
  • Kiefergelenke und Unterkieferbewegungen,
  • Mundöffnung und Beweglichkeit,
  • Abrieb und Schäden an den Zähnen,
  • vorhandene Füllungen, Kronen und Zahnersatz,
  • Hinweise auf Pressen oder Knirschen,
  • bestehende Aufbissschienen sowie
  • mögliche funktionelle Zusammenhänge.

Bei Verdacht auf eine Schlafstörung, ausgeprägtes Schnarchen oder eine schlafbezogene Atemstörung kann zusätzlich eine schlafmedizinische Abklärung sinnvoll sein.

Welche Behandlungen kommen zunächst infrage?

Die Behandlung richtet sich nach den vorhandenen Beschwerden und Risiken. Eine einzelne Maßnahme ist nicht für alle Patienten geeignet.

Aufklärung und Selbstbeobachtung

Viele Menschen bemerken das Zusammenpressen der Zähne am Tag zunächst nicht. Das bewusste Wahrnehmen und regelmäßige Entspannen des Unterkiefers kann den Wachbruxismus reduzieren.

Entspannungs- und Selbsthilfemaßnahmen

Atemübungen, Entspannungsverfahren oder progressive Muskelentspannung können die Behandlung unterstützen. Auch individuelle Risikofaktoren wie Stress, Schlafqualität, Nikotin, Alkohol und bestimmte Medikamente sollten berücksichtigt werden.

Aufbissschiene

Eine individuell angefertigte Schiene kann Zähne und Zahnersatz vor weiterer Überlastung schützen. Sie beendet den Bruxismus nicht zwangsläufig, verteilt jedoch Belastungen und kann Beschwerden reduzieren.

Physiotherapie

Bei muskulären Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder CMD-Beschwerden kann eine physiotherapeutische Mitbehandlung sinnvoll sein. Dabei können manuelle Techniken, Bewegungsübungen und Maßnahmen zur Muskelentspannung eingesetzt werden.

Wann kann Botulinumtoxin sinnvoll sein?

Eine Botulinumtoxin-Behandlung kann bei Erwachsenen erwogen werden, wenn eine ausgeprägte Aktivität der Kaumuskulatur vorliegt und daraus relevante Schmerzen oder funktionelle Beschwerden entstehen.

Besonders infrage kommt die Behandlung, wenn:

  • die Kaumuskulatur deutlich vergrößert oder dauerhaft angespannt ist,
  • muskuläre Schmerzen trotz konservativer Maßnahmen fortbestehen,
  • ausgeprägtes Pressen oder Knirschen Zähne und Zahnersatz belastet,
  • eine Aufbissschiene allein nicht ausreichend hilft oder nicht vertragen wird oder
  • die Beschwerden überwiegend muskulär verursacht werden.

Botulinumtoxin sollte nicht als automatische Erstbehandlung oder als Ersatz für Diagnostik, Aufklärung und konservative Maßnahmen verstanden werden.

Wie wirkt Botulinumtoxin bei Zähneknirschen?

Botulinumtoxin hemmt vorübergehend die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Durch gezielte Injektionen kann die Aktivität einzelner Anteile der Kaumuskulatur reduziert werden.

Das Ziel besteht darin, übermäßige Muskelspannung und die Intensität des Pressens zu verringern. Dadurch können muskuläre Schmerzen und Verspannungen zurückgehen.

Botulinumtoxin beseitigt jedoch nicht automatisch die Ursache des Bruxismus. Auch die Anzahl der nächtlichen Bruxismus-Episoden muss sich durch die Behandlung nicht vollständig reduzieren. Die Belastung kann aber durch eine geringere Muskelkraft abnehmen.

Wie läuft die Behandlung ab?

Vor der Behandlung untersuchen wir die Kaumuskulatur und bestimmen, welche Muskeln für die Beschwerden relevant sind. Häufig betrifft dies den Musculus masseter im Bereich des Unterkieferwinkels. Abhängig vom Befund kann auch der Musculus temporalis im Schläfenbereich berücksichtigt werden.

Das Botulinumtoxin wird mit einer dünnen Nadel an mehreren individuell festgelegten Punkten injiziert. Die eigentliche Behandlung dauert meist etwa 10 bis 15 Minuten.

Eine örtliche Betäubung ist in der Regel nicht notwendig. Nach der Behandlung können die meisten Patienten ihren normalen Alltag unmittelbar fortsetzen. Individuelle Verhaltenshinweise werden beim Termin besprochen.

Wann beginnt die Wirkung?

Eine erste Veränderung kann nach einigen Tagen wahrgenommen werden. Die vollständige Wirkung entwickelt sich meist innerhalb von etwa zwei Wochen.

Die Wirkung ist vorübergehend und hält häufig mehrere Monate an. Dauer und Stärke sind individuell unterschiedlich. Wenn eine erneute Behandlung sinnvoll erscheint, wird dies erst nach ausreichendem zeitlichen Abstand und erneuter Untersuchung entschieden.

Eine Wirkung kann nicht garantiert werden.

Beeinträchtigt die Behandlung das Kauen?

Ziel ist eine kontrollierte Verringerung übermäßiger Muskelaktivität, nicht die vollständige Ausschaltung der Kaumuskulatur.

Vorübergehende Veränderungen der Kaukraft, ein ungewohntes Muskelgefühl oder eine schnellere Ermüdung beim Kauen sind dennoch möglich. Dosierung und Injektionspunkte werden deshalb individuell festgelegt.

Welche Nebenwirkungen und Risiken sind möglich?

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:

  • Schmerzen, Rötung oder Bluterguss an der Injektionsstelle,
  • Kopfschmerzen,
  • vorübergehende Schwäche oder Ermüdung der Kaumuskulatur,
  • veränderte Kaukraft,
  • Gesichtsasymmetrien,
  • Veränderungen des Lächelns,
  • unerwünschte Abschwächung benachbarter Muskeln sowie
  • allergische oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen.

Sehr selten können Schluck-, Sprech- oder Atemstörungen auftreten. In diesem Fall ist unverzüglich medizinische Hilfe erforderlich.

Bei wiederholten Behandlungen kann das Volumen der behandelten Muskulatur abnehmen. Die langfristigen Auswirkungen wiederholter Injektionen in die Kaumuskulatur sind noch nicht in allen Einzelheiten geklärt. Deshalb prüfen wir vor jeder Wiederholungsbehandlung erneut Nutzen und Risiken.

Wann darf nicht behandelt werden?

Eine Behandlung kann unter anderem bei folgenden Situationen ausgeschlossen oder nur nach besonderer ärztlicher Abwägung möglich sein:

  • Schwangerschaft oder Stillzeit,
  • Erkrankungen der neuromuskulären Signalübertragung,
  • Infektion oder Entzündung im Injektionsgebiet,
  • bekannte Unverträglichkeit gegenüber Bestandteilen des Präparats,
  • Einnahme bestimmter Medikamente, die die neuromuskuläre Übertragung beeinflussen,
  • Minderjährigkeit oder
  • unklare Beschwerden ohne ausreichende Diagnostik.

Informieren Sie uns deshalb vollständig über Erkrankungen, Medikamente und bereits erfolgte Botulinumtoxin-Behandlungen.

Off-Label-Anwendung bei Bruxismus

Botulinumtoxin ist in Deutschland nicht speziell zur Behandlung von Bruxismus oder CMD zugelassen. Die Anwendung erfolgt daher außerhalb der zugelassenen Indikation als sogenannter Off-Label-Use.

Ein Off-Label-Use ist nicht grundsätzlich unzulässig. Er erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Indikationsstellung und eine ausführliche Aufklärung über den Zulassungsstatus, die wissenschaftliche Datenlage, mögliche Alternativen, Risiken und Kosten.

Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung.

Was kostet die Behandlung?

Die Behandlungskosten liegen in unserer Praxis bei etwa 318 Euro.

Sollte aufgrund des individuellen Befunds ein abweichender Behandlungsumfang erforderlich sein, informieren wir Sie vor der Behandlung über die entstehenden Kosten.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen eine Botulinumtoxin-Behandlung bei Bruxismus in der Regel nicht. Auch bei privaten Krankenversicherungen ist eine Erstattung nicht garantiert und sollte vorab geklärt werden.

Häufige Fragen zu Botox gegen Zähneknirschen

Ersetzt Botulinumtoxin meine Aufbissschiene?

Nein. Eine Schiene schützt vor allem Zähne und Zahnersatz vor mechanischer Überlastung. Botulinumtoxin setzt dagegen an der Aktivität der Kaumuskulatur an. Abhängig vom Befund können beide Maßnahmen miteinander kombiniert werden.

Verschwindet das Zähneknirschen vollständig?

Das kann nicht versprochen werden. Botulinumtoxin kann vor allem die Intensität der Muskelaktivität und damit verbundene Beschwerden reduzieren. Ursachen und Risikofaktoren des Bruxismus bleiben möglicherweise bestehen.

Wie oft muss die Behandlung wiederholt werden?

Das ist individuell unterschiedlich. Eine erneute Behandlung wird nicht automatisch durchgeführt, sondern erst nach Beurteilung der Wirkung, der Beschwerden und möglicher Nebenwirkungen erwogen.

Ist „Botox“ dasselbe wie Botulinumtoxin?

„Botox“ wird häufig als allgemeiner Begriff verwendet, ist ursprünglich jedoch ein Markenname. Medizinisch korrekt handelt es sich um verschiedene Präparate mit Botulinumtoxin Typ A, deren Einheiten nicht beliebig untereinander austauschbar sind.

Hilft Botulinumtoxin bei jeder CMD?

Nein. CMD umfasst unterschiedliche Erkrankungen und Funktionsstörungen. Botulinumtoxin kommt vor allem bei bestimmten muskulär geprägten Beschwerden infrage. Bei gelenkbedingten, neurologischen oder anderen Schmerzursachen können andere Behandlungen erforderlich sein.

Botox gegen Zähneknirschen in Nürnberg am Sterntor

Sie leiden unter einer dauerhaft angespannten Kaumuskulatur, morgendlichen Kieferschmerzen oder Schäden durch starkes Pressen und Knirschen?

Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin bei den Zahnärzten am Sterntor. Andreas Bedernik, Dr. Nora Reiche oder Pascal Oswald prüfen, welche Ursachen und Risiken vorliegen und ob konservative Maßnahmen oder eine ergänzende Behandlung mit Botulinumtoxin für Sie sinnvoll sein können.


Weitere Leistungen

Kontakt

0911 243121 info@zahnaerzte-am-sterntor.de