Zahnärzte am Sterntor
Implantatpflege für ein selbstbewusstes Lächeln

Schnarcherschiene in Nürnberg – Hilfe bei Schnarchen und Schlafapnoe

Schnarchen kann die Nachtruhe erheblich beeinträchtigen – sowohl die eigene als auch die des Partners oder der Partnerin. Nicht immer handelt es sich dabei nur um ein störendes Geräusch. Lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen kann ein Hinweis auf eine obstruktive Schlafapnoe sein und sollte ärztlich untersucht werden.

Bei geeigneten Voraussetzungen kann eine individuell angefertigte Unterkieferprotrusionsschiene die Atemwege während des Schlafs offenhalten und das Schnarchen reduzieren. Die Zahnärzte am Sterntor beraten Sie zur Schnarcherschiene in Nürnberg und prüfen, ob Ihre Zähne, Ihr Zahnfleisch und Ihre Kiefergelenke für diese Behandlung geeignet sind.

Einfaches Schnarchen oder obstruktive Schlafapnoe?

Schnarchgeräusche entstehen, wenn die oberen Atemwege während des Schlafs enger werden und das umliegende Gewebe beim Atmen in Schwingung gerät. Häufig wird die Verengung durch die Schlafposition, anatomische Besonderheiten, Alkohol, bestimmte Medikamente oder Übergewicht begünstigt.

Vom einfachen beziehungsweise primären Schnarchen muss die obstruktive Schlafapnoe unterschieden werden. Bei einer Schlafapnoe kommt es wiederholt zu einer deutlichen Einschränkung oder vollständigen Unterbrechung der Atmung. Dadurch können Sauerstoffgehalt, Schlafqualität und körperliche Erholung beeinträchtigt werden.

Mögliche Warnzeichen sind:

  • beobachtete Atempausen während des Schlafs
  • sehr lautes oder unregelmäßiges Schnarchen
  • nächtliches Luftschnappen oder Erstickungsgefühl
  • ausgeprägte Müdigkeit am Tag
  • Konzentrationsprobleme und Leistungsminderung
  • morgendliche Kopfschmerzen
  • nicht erholsamer Schlaf trotz ausreichender Schlafdauer
  • häufiges nächtliches Erwachen

Eine obstruktive Schlafapnoe kann mit Bluthochdruck und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein. Die Diagnose kann jedoch nicht allein anhand des Schnarchgeräuschs oder durch eine zahnärztliche Untersuchung gestellt werden.

Wer untersucht eine mögliche Schlafapnoe?

Bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung ist eine ärztliche Stufendiagnostik erforderlich. Diese erfolgt beispielsweise durch entsprechend qualifizierte Fachärztinnen und Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Pneumologie, Innere Medizin oder Schlafmedizin.

Je nach Befund können eine ambulante Messung zu Hause und gegebenenfalls eine Untersuchung im Schlaflabor erforderlich sein. Dabei werden unter anderem Atemfluss, Sauerstoffsättigung, Schnarchgeräusche und Atemaussetzer erfasst.

Die ärztliche Diagnostik klärt:

  • ob eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt
  • wie stark die Atmungsstörung ausgeprägt ist
  • welche Therapie medizinisch sinnvoll ist
  • ob eine Unterkieferprotrusionsschiene infrage kommt

Was ist eine Unterkieferprotrusionsschiene?

Eine Unterkieferprotrusionsschiene, kurz UPS, ist ein individuell angefertigtes, zweiteiliges und einstellbares Schienensystem. Sie wird während des Schlafs auf den Zähnen des Ober- und Unterkiefers getragen.

Die Schiene hält den Unterkiefer kontrolliert in einer weiter vorne liegenden Position. Dadurch werden auch Zunge und angrenzende Strukturen nach vorne verlagert. Der Raum im Rachen kann sich vergrößern und die Atemwege können während des Schlafs besser offengehalten werden.

Die Schiene beseitigt nicht zwangsläufig alle Schnarchgeräusche. Ziel ist eine klinisch relevante Verbesserung des Schnarchens beziehungsweise der schlafbezogenen Atmungsstörung.

Für wen kann eine Schnarcherschiene geeignet sein?

Eine Unterkieferprotrusionsschiene kann unter anderem infrage kommen:

  • bei einfachem Schnarchen nach Ausschluss einer behandlungsbedürftigen Schlafapnoe
  • bei ärztlich diagnostizierter obstruktiver Schlafapnoe
  • wenn eine Überdrucktherapie mit CPAP nicht erfolgreich durchgeführt werden kann
  • wenn die anatomischen und zahnmedizinischen Voraussetzungen erfüllt sind
  • wenn ausreichend belastbare Zähne oder geeignete Versorgungen zur Verankerung vorhanden sind

Ob eine Schiene medizinisch sinnvoll ist, kann nur individuell entschieden werden. Bei einer diagnostizierten Schlafapnoe erfolgt die Behandlung in Zusammenarbeit mit der verordnenden beziehungsweise schlafmedizinisch betreuenden Arztpraxis.

Wann ist eine Schnarcherschiene nicht oder nur eingeschränkt möglich?

Vor der Anfertigung untersuchen wir Zähne, Zahnhalteapparat, Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Mögliche Einschränkungen sind:

  • unbehandelte Karies oder undichte Versorgungen
  • aktive Parodontitis oder stark gelockerte Zähne
  • eine unzureichende Anzahl belastbarer Zähne
  • akute Kiefergelenk- oder Muskelbeschwerden
  • eine stark eingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit
  • ausgeprägter Würgereiz oder fehlende Akzeptanz einer nächtlichen Schiene
  • geplante größere Veränderungen an Zähnen oder Zahnersatz

Bestehende Erkrankungen müssen gegebenenfalls zunächst behandelt werden. Implantate, Kronen oder Zahnersatz schließen eine Schienentherapie nicht grundsätzlich aus, müssen bei der Planung aber berücksichtigt werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

1. Zahnärztliche Untersuchung

Wir kontrollieren Zähne, Zahnfleisch, Zahnhalteapparat, Bisssituation, Kiefergelenke und Beweglichkeit des Unterkiefers. Bei einer Schlafapnoe benötigen wir außerdem die ärztliche Diagnose und Veranlassung.

2. Digitaler Scan oder Abformung

Ober- und Unterkiefer werden präzise erfasst. Zusätzlich bestimmen wir die Ausgangsposition und den möglichen Vorschub des Unterkiefers.

3. Individuelle Herstellung

Auf Grundlage der erhobenen Daten wird eine individuell passende, adjustierbare Unterkieferprotrusionsschiene angefertigt.

4. Eingliederung und Einstellung

Bei der Übergabe kontrollieren wir Sitz, Halt und Tragekomfort. Der Unterkiefervorschub wird zunächst so eingestellt, dass die Schiene möglichst gut vertragen wird.

5. Schrittweise Anpassung

Falls erforderlich, kann der Vorschub schrittweise verändert werden. Die optimale Position ist nicht automatisch die maximal mögliche Vorverlagerung, sondern ein wirksamer und zugleich verträglicher Kompromiss.

6. Kontrolle der Wirksamkeit

Bei einer obstruktiven Schlafapnoe muss der Therapieerfolg ärztlich überprüft werden. Eine subjektive Verringerung des Schnarchens reicht dafür nicht aus. Je nach Situation kann eine erneute ambulante Messung oder schlafmedizinische Untersuchung notwendig sein.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Besonders zu Beginn der Behandlung können vorübergehende Beschwerden auftreten:

  • vermehrter Speichelfluss oder Mundtrockenheit
  • Druckgefühl an einzelnen Zähnen
  • empfindliche Zähne
  • Spannung in der Kaumuskulatur
  • Beschwerden der Kiefergelenke
  • morgendliche Veränderungen des Bissgefühls
  • Druckstellen an Zahnfleisch oder Mundschleimhaut

Bei langfristiger Anwendung können sich Zahnstellungen oder die Bisssituation verändern. Regelmäßige Kontrollen sind deshalb wichtig. Anhaltende Schmerzen, gelockerte Zähne oder deutliche Veränderungen des Zusammenbisses sollten zeitnah untersucht werden.

Wie schnell wirkt eine Schnarcherschiene?

Eine Verbesserung kann bereits in den ersten Nächten wahrgenommen werden. Der tatsächliche Effekt ist jedoch individuell und hängt von Ursache und Ausprägung der Atemwegsverengung sowie von der gewählten Einstellung der Schiene ab.

Eine vollständige Beseitigung des Schnarchens kann nicht garantiert werden. Bei einer diagnostizierten Schlafapnoe ist eine objektive ärztliche Erfolgskontrolle notwendig.

Wie lange hält eine Unterkieferprotrusionsschiene?

Die Lebensdauer hängt von Material, nächtlicher Beanspruchung, Zähneknirschen, Pflege und möglichen Veränderungen an Zähnen oder Zahnersatz ab. Die Schiene sollte täglich gereinigt und regelmäßig zahnärztlich kontrolliert werden.

Nach neuen Füllungen, Kronen, Implantaten oder Veränderungen der Zahnstellung kann eine Anpassung oder Neuanfertigung erforderlich werden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei einfachem Schnarchen ist die Schnarcherschiene in der Regel eine private Leistung.

Bei gesetzlich versicherten Erwachsenen kann eine individuell angefertigte Unterkieferprotrusionsschiene Kassenleistung sein, wenn:

  • eine behandlungsbedürftige obstruktive Schlafapnoe durch eine qualifizierte Vertragsarztpraxis festgestellt wurde,
  • eine Überdrucktherapie nicht erfolgreich durchgeführt werden kann und
  • die Behandlung ärztlich veranlasst wird.

Eine einfache Empfehlung oder Überweisung wegen Schnarchens genügt daher nicht automatisch. Vor Behandlungsbeginn prüfen wir die vorliegenden Unterlagen und klären mit Ihnen, welche Leistungen übernommen werden können.

Bei privat versicherten Patientinnen und Patienten hängt die Erstattung vom jeweiligen Tarif und der medizinischen Indikation ab. Sie erhalten vorab eine transparente Kosteninformation.

Häufige Fragen zur Schnarcherschiene

Kann ich die Schiene ohne Untersuchung im Schlaflabor erhalten?

Bei einfachem Schnarchen muss zunächst geklärt werden, ob Hinweise auf eine Schlafapnoe bestehen. Bei entsprechenden Symptomen ist eine ärztliche Diagnostik notwendig. Für eine Versorgung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung gelten festgelegte diagnostische Voraussetzungen.

Hilft die Schiene bei jeder Form von Schlafapnoe?

Nein. Die Eignung hängt unter anderem von Art und Schweregrad der Erkrankung, Anatomie, Zahnsituation und Verträglichkeit ab. Die Therapieentscheidung trifft die schlafmedizinisch betreuende Ärztin beziehungsweise der behandelnde Arzt.

Ist eine Schnarcherschiene dasselbe wie eine Knirscherschiene?

Nein. Eine gewöhnliche Knirscherschiene schützt vor den Folgen des Zähneknirschens, hält aber den Unterkiefer nicht gezielt vorne. Eine Unterkieferprotrusionsschiene besteht aus miteinander verbundenen Ober- und Unterkieferelementen und ist für eine andere Aufgabe konstruiert.

Kann ich eine fertige Schiene aus dem Internet verwenden?

Nicht individuell angepasste Schienen berücksichtigen Zahnstellung, Zahnhalteapparat, Kiefergelenke und den erforderlichen Unterkiefervorschub nur unzureichend. Bei einer Schlafapnoe ersetzen sie weder die Diagnostik noch die kontrollierte Therapie.

Was geschieht, wenn die Schiene nicht ausreichend wirkt?

Die Einstellung kann innerhalb der verträglichen Grenzen angepasst werden. Bei einer Schlafapnoe wird die Wirkung anschließend erneut ärztlich kontrolliert. Bleibt die Behandlung unzureichend, muss mit der schlafmedizinischen Praxis über andere Therapieoptionen gesprochen werden.

Beratung zur Schnarcherschiene in Nürnberg

Sie schnarchen regelmäßig, Ihr Partner beobachtet Atempausen oder bei Ihnen wurde bereits eine obstruktive Schlafapnoe diagnostiziert?

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei den Zahnärzten am Sterntor. Wir prüfen Ihre zahnmedizinischen Voraussetzungen und besprechen, ob eine individuell angefertigte Unterkieferprotrusionsschiene für Sie infrage kommt. Bei Verdacht auf eine Schlafapnoe empfehlen wir vor der Schienenbehandlung eine ärztliche beziehungsweise schlafmedizinische Abklärung.


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