Zahnärzte am Sterntor
Zahnarztpraxis am Sterntor wird eine Frau auf dem Behandlungsstuhl von einem engagierten Team an Parodontologie-Experten betreut

Parodontitis-Behandlung in Nürnberg – gesundes Zahnfleisch und feste Zähne

Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder zurückgehendes Zahnfleisch können erste Hinweise auf eine Erkrankung des Zahnhalteapparates sein. Eine Parodontitis entwickelt sich jedoch häufig lange Zeit nahezu unbemerkt. Unbehandelt kann sie zum Abbau des Kieferknochens, zu Zahnlockerungen und schließlich zum Verlust von Zähnen führen.

Die behandelnden Zahnärztinnen und Zahnärzte am Sterntor bieten eine systematische Parodontitis-Behandlung in Nürnberg an. Unser Ziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren, den weiteren Abbau des Zahnhalteapparates zu bremsen und Ihre eigenen Zähne möglichst langfristig zu erhalten.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt auf der systematischen Behandlung von Parodontitis. Frau Dr. Nora Reiche hat ihren Behandlungsschwerpunkt in der Parodontologie. Sie begleitet unsere Patientinnen und Patienten von der ausführlichen Diagnostik über die aktive Behandlung bis zur langfristigen unterstützenden Parodontitistherapie. Dabei arbeitet sie eng mit unserem speziell geschulten Prophylaxeteam zusammen.

Was ist eine Parodontitis?

Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dieser besteht unter anderem aus dem Zahnfleisch, dem Kieferknochen, der Wurzelhaut und dem Wurzelzement.

Ausgangspunkt sind bakterielle Beläge am Zahnfleischrand. Zunächst kann daraus eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, die sogenannte Gingivitis, entstehen. Bleibt die Entzündung bestehen und reagiert der Körper entsprechend empfindlich, können sich Zahnfleischtaschen bilden. In diesen Taschen lagern sich bakterielle Beläge und harte Ablagerungen auf den Wurzeloberflächen ab.

Im weiteren Verlauf werden Fasern und Kieferknochen abgebaut, die den Zahn im Kiefer verankern. Dieser bereits eingetretene Gewebeverlust lässt sich nicht immer vollständig rückgängig machen. Durch eine systematische Behandlung kann die Erkrankung jedoch häufig stabilisiert und ihr Fortschreiten deutlich verlangsamt werden.

Woran erkennt man eine Parodontitis?

Eine Parodontitis verursacht in frühen Stadien häufig keine Schmerzen. Mögliche Warnzeichen sind:

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder beim Essen,
  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch,
  • anhaltender Mundgeruch,
  • zurückgehendes Zahnfleisch,
  • empfindliche oder länger wirkende Zähne,
  • sichtbare Veränderungen der Zahnstellung,
  • Eiteraustritt aus Zahnfleischtaschen,
  • lockere Zähne und
  • Beschwerden beim Kauen.

Da die Erkrankung auch ohne deutliche Beschwerden fortschreiten kann, sind regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wichtig.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Bakterielle Beläge sind der Auslöser der Entzündungsreaktion. Wie schnell eine Parodontitis fortschreitet, hängt jedoch von weiteren Faktoren ab. Dazu gehören insbesondere:

  • unzureichende Mundhygiene,
  • Rauchen,
  • ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus,
  • individuelle und genetische Veranlagung,
  • bestimmte Allgemeinerkrankungen und Medikamente,
  • anhaltender Stress,
  • bereits bestehende tiefe Zahnfleischtaschen sowie
  • unregelmäßige zahnärztliche Kontrollen und Nachsorgetermine.

Rauchen kann typische Entzündungszeichen wie Zahnfleischbluten verdecken. Daher kann die Erkrankung bei Raucherinnen und Rauchern weniger auffällig erscheinen, obwohl bereits ein ausgeprägter Gewebeabbau besteht.

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Zwischen Parodontitis und Diabetes besteht ein wissenschaftlich gut belegter wechselseitiger Zusammenhang. Ein schlecht eingestellter Diabetes kann den Verlauf einer Parodontitis ungünstig beeinflussen. Umgekehrt kann eine ausgeprägte Entzündung im Mund die Blutzuckerkontrolle erschweren.

Auch zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden Zusammenhänge festgestellt. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine Parodontitis unmittelbar eine bestimmte Herzerkrankung verursacht oder dass deren Behandlung Herz-Kreislauf-Erkrankungen sicher verhindert.

Bei entsprechenden Vorerkrankungen kann eine Abstimmung mit der behandelnden Hausarztpraxis oder einer internistischen Praxis sinnvoll sein.

Wie wird eine Parodontitis festgestellt?

Am Anfang steht eine sorgfältige Untersuchung. Dabei beurteilen wir unter anderem:

  • die Tiefe der Zahnfleischtaschen,
  • Blutungen bei vorsichtiger Sondierung,
  • Zahnfleischrückgang,
  • den Lockerungsgrad der Zähne,
  • die Beteiligung mehrwurzeliger Zähne,
  • Mundhygiene und bakterielle Beläge sowie
  • vorhandene Risikofaktoren.

Röntgenaufnahmen zeigen, ob und in welchem Umfang bereits Kieferknochen abgebaut wurde. Anhand der Befunde wird die Parodontitis nach Schweregrad, Komplexität und geschätzter Progressionsrate eingestuft. Diese Einteilung wird als Staging und Grading bezeichnet.

Wie läuft die Parodontitis-Behandlung ab?

Die Behandlung erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Der genaue Ablauf richtet sich nach dem individuellen Befund.

Aufklärung und Mundhygiene

Zunächst besprechen wir die Diagnose, mögliche Risikofaktoren und die geplante Behandlung. Eine sorgfältige häusliche Mundhygiene ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Zähne, Zahnfleischrand und Zahnzwischenräume möglichst effektiv reinigen können. Je nach Situation kommen Zahnbürste, Zahnseide, Interdentalbürsten oder weitere Hilfsmittel zum Einsatz.

Entfernung der bakteriellen Beläge

Bei der eigentlichen Parodontitistherapie werden bakterielle Beläge und harte Ablagerungen von den erreichbaren Wurzeloberflächen und aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Die Behandlung kann bei Bedarf unter örtlicher Betäubung erfolgen.

Hierfür verwenden wir geeignete Handinstrumente und maschinelle beziehungsweise ultraschallgestützte Verfahren. Ziel ist eine gründliche Reinigung der erkrankten Bereiche bei möglichst schonender Behandlung der Wurzeloberflächen.

Kontrolle des Behandlungsergebnisses

Nach einer ausreichenden Heilungszeit überprüfen wir, wie das Zahnfleisch auf die Behandlung reagiert hat. Dabei werden die Zahnfleischtaschen erneut gemessen und Blutungen sowie weitere Entzündungszeichen beurteilt.

Bei vielen Patientinnen und Patienten lässt sich die Erkrankung durch die nichtchirurgische Behandlung deutlich stabilisieren.

Weiterführende Behandlung

Bleiben an einzelnen Zähnen tiefe, entzündete Zahnfleischtaschen bestehen, können weitere Maßnahmen erforderlich sein. Dazu gehören in ausgewählten Fällen parodontalchirurgische Eingriffe.

Dabei können die betroffenen Wurzeloberflächen unter direkter Sicht gereinigt werden. Bei geeigneten Knochendefekten kommen gegebenenfalls regenerative Verfahren infrage. Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Form des Defektes, dem Zustand des Zahnes und den individuellen Risikofaktoren ab.

Antibiotika sind bei einer Parodontitis nicht automatisch notwendig. Sie werden nur bei bestimmten Erkrankungsformen und nach individueller Indikationsstellung ergänzend eingesetzt.

Warum ist die Nachsorge so wichtig?

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung mit einem langfristig erhöhten Rückfallrisiko. Deshalb endet die Behandlung nicht mit der Reinigung der Zahnfleischtaschen.

In der unterstützenden Parodontitistherapie, kurz UPT, kontrollieren wir regelmäßig:

  • den Zustand des Zahnfleisches,
  • verbliebene oder erneut entstandene Zahnfleischtaschen,
  • Blutungen und andere Entzündungszeichen,
  • Mundhygiene und bakterielle Beläge,
  • Lockerungen und Veränderungen einzelner Zähne sowie
  • persönliche Risikofaktoren.

Bei Bedarf werden Zähne und erreichbare Zahnfleischtaschen erneut gereinigt. Die Abstände zwischen den Terminen richten sich nach dem persönlichen Erkrankungsrisiko und dem bisherigen Verlauf.

Eine konsequente Nachsorge und gute häusliche Mundhygiene erhöhen die Chance, das Behandlungsergebnis langfristig zu stabilisieren.

Was kostet eine Parodontitis-Behandlung?

Bei gesetzlich Versicherten kann die systematische Parodontitistherapie unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen werden. Dafür sind eine entsprechende Diagnose, die notwendigen Befunde und gegebenenfalls eine vorherige Genehmigung erforderlich.

Welche Leistungen übernommen werden und ob zusätzliche Kosten entstehen, hängt vom individuellen Behandlungsplan ab. Eine professionelle Zahnreinigung ist nicht automatisch Bestandteil jeder Kassenleistung.

Privatversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten die Behandlung abhängig vom jeweiligen Tarif. Vor Beginn informieren wir Sie transparent über die vorgesehenen Maßnahmen und mögliche Eigenanteile.

Häufige Fragen zur Parodontitis

Ist Parodontitis heilbar?

Die Entzündung lässt sich häufig wirksam kontrollieren. Bereits verloren gegangener Knochen und Zahnhalteapparat können jedoch nicht in jedem Fall vollständig wiederhergestellt werden. Deshalb sind eine frühzeitige Behandlung und dauerhafte Nachsorge besonders wichtig.

Ist eine Parodontitis-Behandlung schmerzhaft?

Die Reinigung der Zahnfleischtaschen kann bei Bedarf unter örtlicher Betäubung erfolgen. Nach der Behandlung können die Zähne oder das Zahnfleisch vorübergehend empfindlich sein. Stärkere oder anhaltende Beschwerden sollten kontrolliert werden.

Können lockere Zähne wieder fest werden?

Wenn die Lockerung hauptsächlich durch eine akute Entzündung verursacht wird, kann sie sich nach erfolgreicher Behandlung verringern. Bei starkem Knochenabbau ist eine vollständige Stabilisierung jedoch nicht immer möglich. Die Prognose muss für jeden Zahn einzeln beurteilt werden.

Reicht eine professionelle Zahnreinigung aus?

Eine professionelle Zahnreinigung ist für Vorsorge und Nachsorge wichtig. Bei bereits vorhandenen tiefen Zahnfleischtaschen ersetzt sie jedoch keine systematische Parodontitistherapie.

Kann Parodontitis erneut auftreten?

Ja. Auch nach erfolgreicher Behandlung kann die Erkrankung wieder aktiv werden. Regelmäßige Nachsorgetermine, gute Mundhygiene und die Kontrolle von Risikofaktoren reduzieren dieses Risiko.

Beratung zur Parodontitis-Behandlung in Nürnberg

Sie bemerken Zahnfleischbluten, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch oder lockere Zähne? Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin bei den Zahnärzten am Sterntor.

Wir untersuchen Ihren Zahnhalteapparat, erklären Ihnen die Befunde verständlich und erstellen bei Bedarf einen individuellen Behandlungs- und Nachsorgeplan.


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