Zahnärztliche Chirurgie in Nürnberg – sorgfältig geplant und persönlich begleitet
Chirurgische Eingriffe im Mund sind für viele Patientinnen und Patienten mit Unsicherheit verbunden. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine gründliche Diagnostik, verständliche Aufklärung, eine möglichst schonende Behandlung und eine strukturierte Nachsorge.
Die Zahnärztinnen und Zahnärzte am Sterntor führen zahnärztlich-chirurgische Eingriffe in Nürnberg durch. Vor jeder Behandlung besprechen wir mit Ihnen den Befund, mögliche Alternativen, den geplanten Ablauf und die individuellen Risiken.
Wer führt die chirurgischen Behandlungen durch?
Die zahnärztlich-chirurgischen Behandlungen in unserer Praxis werden überwiegend von Zahnarzt Andreas Bedernik durchgeführt. Dazu gehören unter anderem Zahnentfernungen, Wurzelspitzenresektionen, implantologische Eingriffe, Knochenaufbauten und ausgewählte parodontalchirurgische Behandlungen.
Vor jedem Eingriff prüft Andreas Bedernik, ob die Behandlung sicher und sinnvoll in unserer Praxis durchgeführt werden kann. Bei komplexen Befunden oder wenn eine weiterführende chirurgische Versorgung erforderlich ist, überweisen wir gezielt an eine entsprechend spezialisierte mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Praxis.
Welche Eingriffe gehören zur zahnärztlichen Chirurgie?
Das zahnärztlich-chirurgische Behandlungsspektrum unserer Praxis umfasst abhängig vom jeweiligen Befund unter anderem:
- Entfernung nicht erhaltungswürdiger Zähne,
- Entfernung unkompliziert gelegener Weisheitszähne,
- Wurzelspitzenresektionen,
- chirurgische Zahnerhaltung,
- Knochenaufbau vor oder während einer Implantation,
- Anhebung des Kieferhöhlenbodens im Rahmen eines Sinuslifts,
- parodontalchirurgische Eingriffe,
- Korrekturen des Zahnfleisches,
- chirurgische Vorbehandlungen für Zahnersatz sowie
- Beurteilung und gezielte Überweisung komplexer chirurgischer Befunde.
Nicht jeder Befund muss operiert werden. Entscheidend ist, ob eine Behandlung medizinisch notwendig ist, welche Alternativen bestehen und welche Prognose der betroffene Zahn beziehungsweise die geplante Versorgung hat.
Wie wird ein chirurgischer Eingriff geplant?
Am Anfang stehen eine ausführliche Anamnese und eine klinische Untersuchung. Dabei berücksichtigen wir nicht nur den lokalen Befund, sondern auch Allgemeinerkrankungen, Medikamente und individuelle Risikofaktoren.
Für die Planung benötigen wir je nach Eingriff geeignete Röntgenaufnahmen. Häufig reicht eine zweidimensionale Aufnahme aus. Bei komplexen anatomischen Verhältnissen kann eine dreidimensionale Aufnahme mit digitaler Volumentomografie, kurz DVT, sinnvoll sein.
Eine DVT wird nicht routinemäßig vor jedem chirurgischen Eingriff angefertigt. Sie kommt infrage, wenn die dreidimensionale Darstellung voraussichtlich zusätzliche Informationen liefert, die für die Therapieentscheidung oder die sichere Durchführung relevant sind.
Welche Medikamente und Erkrankungen müssen angegeben werden?
Bitte informieren Sie uns vollständig über Ihre Medikamente und Vorerkrankungen. Für die Behandlungsplanung besonders wichtig sind unter anderem:
- blutverdünnende Medikamente,
- Bisphosphonate oder Denosumab,
- Diabetes mellitus,
- Erkrankungen des Immunsystems,
- zurückliegende Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich,
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Allergien,
- Schwangerschaft und
- regelmäßiger Nikotin- oder Alkoholkonsum.
Gerinnungshemmende Medikamente dürfen niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden. Falls eine Anpassung notwendig erscheint, stimmen wir das Vorgehen mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ab.
Medikamente gegen Osteoporose oder Tumorerkrankungen können die Knochenheilung beeinflussen. Entscheidend sind Wirkstoff, Einnahmedauer, Dosierung und Art der Anwendung. Deshalb muss das individuelle Risiko vor einem Eingriff beurteilt werden.
Zahnentfernung
Ein Zahn sollte möglichst erhalten werden. Eine Entfernung kann jedoch notwendig werden, wenn er durch Karies, Fraktur, Parodontitis oder eine Entzündung so stark geschädigt ist, dass eine zuverlässige Erhaltung nicht mehr möglich oder sinnvoll erscheint.
Weitere Gründe können eine ungünstige Zahnstellung, Platzmangel oder eine notwendige Vorbehandlung für Zahnersatz beziehungsweise eine kieferorthopädische Therapie sein.
Vor der Entfernung prüfen wir mögliche zahnerhaltende Alternativen. Dazu können abhängig vom Befund eine Wurzelbehandlung, eine Wurzelkanalrevision, eine Wurzelspitzenresektion oder eine restaurative Versorgung gehören.
Entfernung von Weisheitszähnen
Weisheitszähne müssen nicht grundsätzlich entfernt werden. Vollständig durchgebrochene, gesunde und gut zu reinigende Weisheitszähne können häufig im Mund verbleiben und regelmäßig kontrolliert werden.
Unkompliziert gelegene und gut zugängliche Weisheitszähne können nach klinischer und radiologischer Beurteilung bei uns in der Praxis entfernt werden.
Bei tief verlagerten oder retinierten Weisheitszähnen, einer ungünstigen Beziehung zu Nerven oder Kieferhöhle sowie bei einem voraussichtlich komplexen Operationsverlauf überweisen wir an eine mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Praxis. Die sichere und für den jeweiligen Befund geeignete Behandlung steht dabei im Vordergrund.
Was ist eine Wurzelspitzenresektion?
Eine Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgisches Verfahren zur Erhaltung eines Zahnes. Sie kann infrage kommen, wenn eine Entzündung an der Wurzelspitze nach einer Wurzelkanalbehandlung fortbesteht oder eine Behandlung über die Zahnkrone nicht ausreichend möglich ist.
Dabei wird über einen kleinen Zugang im Zahnfleisch die betroffene Wurzelspitze gekürzt und entzündlich verändertes Gewebe entfernt. Je nach Situation wird der Wurzelkanal zusätzlich von der Wurzelseite aus verschlossen.
Vor einer Operation prüfen wir, ob eine erneute konventionelle Wurzelkanalbehandlung beziehungsweise Revision eine geeignete Alternative darstellt. Eine Wurzelspitzenresektion ist nur sinnvoll, wenn der Zahn insgesamt erhaltungswürdig und anschließend dauerhaft versorgbar ist.
Auch mit einer sorgfältig durchgeführten Operation lässt sich der Zahnerhalt nicht in jedem Fall garantieren.
Knochenaufbau und Sinuslift
Für ein Zahnimplantat muss ausreichend stabiler Knochen vorhanden sein. Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kann ein Knochenaufbau notwendig werden.
Abhängig von Form und Größe des Defektes kommen unterschiedliche Materialien und Verfahren infrage. Kleinere Defekte können teilweise gleichzeitig mit der Implantation aufgebaut werden. Bei größeren Defekten kann ein separates Vorgehen sinnvoll sein.
Im seitlichen Oberkiefer kann die verfügbare Knochenhöhe durch die Ausdehnung der Kieferhöhle begrenzt sein. Bei einem Sinuslift wird der Boden der Kieferhöhle vorsichtig angehoben, um Raum für Knochen beziehungsweise Knochenersatzmaterial zu schaffen.
Ob ein Knochenaufbau notwendig ist und welches Verfahren geeignet erscheint, beurteilen wir anhand des klinischen und radiologischen Befundes.
Parodontalchirurgische Eingriffe
Bleiben nach einer systematischen Parodontitisbehandlung tiefe, entzündete Zahnfleischtaschen bestehen, kann in ausgewählten Fällen ein chirurgischer Eingriff sinnvoll sein.
Dabei können die betroffenen Wurzeloberflächen unter direkter Sicht gereinigt werden. Abhängig von der Defektform kommen resektive oder regenerative Verfahren infrage.
Auch Korrekturen des Zahnfleischverlaufs und bestimmte Weichgewebseingriffe können Teil der zahnärztlichen Chirurgie sein. Voraussetzung ist eine sorgfältige Beurteilung des Zahnhalteapparates und der biologischen Strukturen um den Zahn.
Welche Betäubung wird verwendet?
Die meisten zahnärztlich-chirurgischen Eingriffe können unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Dabei wird das Operationsgebiet so betäubt, dass während des Eingriffs möglichst keine Schmerzen auftreten. Druck, Zug oder Vibrationen können dennoch wahrgenommen werden.
Bei ausgeprägter Behandlungsangst, besonderen medizinischen Voraussetzungen oder umfangreicheren Eingriffen können weiterführende Möglichkeiten der Anästhesie besprochen werden. Ob eine Behandlung in Vollnarkose medizinisch und organisatorisch infrage kommt, wird gesondert geprüft und geplant.
Wie läuft die Nachsorge ab?
Nach dem Eingriff erhalten Sie individuelle Verhaltenshinweise. Abhängig von der Behandlung können folgende Empfehlungen sinnvoll sein:
- Wunde von außen zeitweise kühlen,
- körperliche Belastung zunächst vermeiden,
- auf Rauchen und Alkohol verzichten,
- keine starke Wärme wie Sauna oder Solarium,
- weiche und nicht zu heiße Nahrung wählen,
- nicht an der Wunde saugen oder mit den Fingern berühren,
- verordnete Medikamente nach Anweisung einnehmen und
- vereinbarte Kontrolltermine wahrnehmen.
Am Operationstag sollte der Mund in der Regel nicht kräftig ausgespült werden, da dies die Bildung und Stabilität des Blutgerinnsels beeinträchtigen kann. Die übrigen Zähne können vorsichtig gereinigt werden. Für das Operationsgebiet erhalten Sie gesonderte Hinweise.
Welche Beschwerden sind nach einem Eingriff normal?
Schwellung, Wundschmerz, eingeschränkte Mundöffnung und leichte Nachblutungen können nach einem chirurgischen Eingriff vorübergehend auftreten. Das Ausmaß hängt von Art und Umfang der Operation sowie der individuellen Reaktion ab.
Bitte melden Sie sich zeitnah bei uns, wenn:
- eine Blutung trotz Kompression nicht nachlässt,
- Schmerzen oder Schwellung deutlich zunehmen,
- Fieber oder ausgeprägtes Krankheitsgefühl auftreten,
- Schluck- oder Atembeschwerden entstehen,
- eine anhaltende Gefühlsstörung auffällt oder
- Sie wegen des Heilungsverlaufs unsicher sind.
Bei Atemnot, starken Blutungen oder anderen akuten Notfallsymptomen ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
Sind Antibiotika notwendig?
Antibiotika sind nicht nach jedem chirurgischen Eingriff erforderlich. Sie werden eingesetzt, wenn aufgrund der Infektion, des Eingriffs oder individueller Risikofaktoren eine medizinische Indikation besteht.
Die Einnahme sollte genau nach Verordnung erfolgen. Antibiotika ersetzen weder die operative Behandlung einer Infektionsursache noch eine sorgfältige Wundversorgung.
Welche Risiken bestehen?
Jeder chirurgische Eingriff ist mit möglichen Risiken verbunden. Dazu gehören abhängig von der Behandlung:
- Schmerzen und Schwellung,
- Nachblutung,
- Wundheilungsstörung,
- Infektion,
- Verletzung benachbarter Zähne oder Restaurationen,
- vorübergehende oder selten anhaltende Gefühlsstörungen,
- Eröffnung der Kieferhöhle und
- unvollständiger Behandlungserfolg.
Welche Risiken für Ihren konkreten Eingriff relevant sind, erklären wir Ihnen im persönlichen Aufklärungsgespräch.
Was kostet zahnärztliche Chirurgie?
Medizinisch notwendige chirurgische Behandlungen werden bei gesetzlich Versicherten häufig im Rahmen der geltenden Bestimmungen übernommen. Zusätzliche diagnostische oder therapeutische Leistungen können privat zu berechnen sein.
Bei implantologischen Eingriffen, Knochenaufbauten und bestimmten weiterführenden Verfahren hängt die Kostenübernahme vom individuellen Befund und Versicherungsvertrag ab.
Vor der Behandlung informieren wir Sie über die geplanten Maßnahmen und mögliche Eigenanteile.
Häufige Fragen zur zahnärztlichen Chirurgie
Darf ich nach dem Eingriff Auto fahren?
Nach einer örtlichen Betäubung, der Einnahme bestimmter Medikamente oder einer Sedierung kann die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein. Organisieren Sie im Zweifel eine Begleitperson und fahren Sie nicht selbst.
Wie lange dauert die Schwellung?
Eine Schwellung kann in den ersten Tagen zunehmen und anschließend langsam zurückgehen. Der genaue Verlauf hängt vom Eingriff und der individuellen Heilung ab.
Wann darf ich wieder Sport treiben?
Nach kleineren Eingriffen ist häufig eine kurze Pause ausreichend. Nach umfangreicheren Operationen kann eine längere Schonzeit erforderlich sein. Sie erhalten eine individuelle Empfehlung.
Wann werden die Fäden entfernt?
Falls nicht selbstauflösende Fäden verwendet werden, erfolgt die Entfernung meist bei einem vereinbarten Kontrolltermin. Der Zeitpunkt richtet sich nach dem Eingriff und der Wundheilung.
Kann ich am nächsten Tag arbeiten?
Das hängt von Art und Umfang der Operation sowie von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab. Nach kleineren Eingriffen ist eine schnelle Rückkehr möglich; bei körperlicher Arbeit oder umfangreicheren Operationen kann eine längere Erholung notwendig sein.
Beratung zur zahnärztlichen Chirurgie in Nürnberg
Bei Ihnen wurde ein Zahn als nicht erhaltungswürdig beurteilt, ein unkompliziert gelegener Weisheitszahn festgestellt oder ein anderer chirurgischer Eingriff empfohlen?
Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin bei den Zahnärzten am Sterntor. Wir prüfen den Befund und erläutern Ihnen verständlich die Behandlungsmöglichkeiten, Alternativen, individuellen Risiken, Nachsorge und möglichen Kosten.